4 erfrischende Gin-Tonic-Rezepte für den Sommer

Von Simone Orlik

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Gin in Cocktail-Form
Auch als Cocktail köstlich: Gin

Wenn die ersten Sonnenstrahlen die Terrasse in ein warmes Licht tauchen, ist es an der Zeit, den Sommer mit einem spritzigen Drink zu begrüßen. Was könnte sich da besser eignen als einer der vielen Gin Tonic-Cocktails, die sich mit allerlei Früchten und Kräutern zaubern lassen. Gin Tonic ist derzeit einer der beliebtesten alkoholischen Mixdrinks – und das aus gutem Grund. Denn Gin Tonic lässt sich in unendlich vielen Variationen und verschiedenen Gins oder Tonic Watern zubereiten und gelingt im Handumdrehen. Das Gin-Magazin hat vier leckere Drinks ausgewählt, über die sich Geschmacksknospen freuen.

1. Gin Tonic mit Granatapfel und Rosmarin

Sinnlich. Farbintensiv. Mit Biss: Wir lieben das süßsäuerliche Aroma der Power-Frucht Granatapfel, das zusammen mit der kräftigen Gewürznote von Rosmarin eine unvergleichlich sinnliche Note bekommt. Wer es gerne süß mag, probiert die Variante mit Granatapfelsaft. Alle anderen versuchen die schnörkellose Variante, die nur mit Granatapfelkernen daherkommt. In jedem Fall ein perfekter Gin-Cocktail, um das Frühlingswochenende einzuläuten.

Zutaten

  • 4 cl Gin
  • Tonic Water
  • Eiswürfel
  • Granatapfelkerne
  • Rosmarinzweige
  • 3 cl Granatapfelsaft

Zubereitung

  • Die Granatapfelkerne aus der Frucht lösen und zur Seite stellen
  • Eiswürfel in ein Glas geben und mit einer Schicht Granatapfelkerne auffüllen
  • Gin, Tonic Water und gegebenenfalls Granatapfelsaft hinzufügen
  • Mit einem Rosmarinzweig dekorieren
Longdrink mit besonderen Botanicals
Granatapfel und Rosmarin verfeinern den Gin Tonic | Quelle: pixabay

2. Bramble – Klassiker aus Großbritannien

Wer es so richtig fruchtig mag, sollte den sogenannten Bramble probieren. Der Drink wurde ursprünglich in England kreiert und trägt deswegen den Namen, der im Englischen für „Brombeere“ steht. Die Kombination aus Gin, Zitrone und zerstoßenen, frischen Brombeeren gibt dem Drink ein Aroma, das sofort an den Frühling erinnert. Zwar sind die dunklen Früchte jetzt noch nicht im Garten vorhanden. Doch auf dem Wochenmarkt oder im Ladengeschäft sind die leckeren Brombeeren immer erhältlich. Verzichten sollte man allerdings auf tiefgefrorene Brombeeren.

Zutaten

  • 4 cl Gin
  • 1 cl Zuckersirup
  • 1,5 cl Saft der frischen Zitrone
  • 1 Scheibe Zitrone
  • 3- 4 Brombeeren
  • Crushed Ice
  • 1,5 cl Brombeerlikör

Zubereitung

  • Brombeeren in einen Tumbler geben und leicht zerdrücken
  • Glas mit zerstoßenem Eis füllen
  • Saft der frischen Zitrone, Gin und Zuckersirup ins Glas schütten und kurz mit einem Löffel umrühren
  • Wer mag, etwas Brombeerlikör über den Drink geben
  • Mit Brombeeren, Zitronenscheibe und ggf. einem Minzstängel dekorieren

Serviervorschlag: Stilecht serviert wird der Bramble in einem Tumbler – ein breites Glas mit dickem Boden, das meistens für Whiskey verwendet wird. Häufig kommt es mit Kristallstruktur daher und sieht besonders edel aus. Ein besonderes Highlight für den Bramble, da sich die dunkle Farbe der Brombeere im Kristall bricht und einen tollen optischen Effekt erhält.

Brombeere und Gin
Bramble – Klassiker aus Großbritannien | Quelle: pixabay

3. Gin mit Cold Brew Coffee

Schon im vergangenen Jahr war der kalt aufgebrühte Cold Brew Coffee der Sommertrend schlechthin. In Kombination mit Gin wird er nicht nur im Glas zu einem echten Highlight, sondern weckt auch müde Lebensgeister. Somit handelt es sich um den perfekten Drink im Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit. Allerdings lieber nicht am frühen Morgen nach dem Aufstehen genießen!

Zutaten für den Cold Brew Coffee

  • 100 g gemahlener Kaffee der Lieblingsröstung
  • ½ Liter Wasser

Zubereitung des Cold Brew Coffee

  • Kaffeepulver in eine Kanne geben
  • Kaltes Wasser aufschütten und die Kanne mit einer Frischhaltefolie verschließen
  • 12 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen
  • Am nächsten Tag den Kaffee durch ein Filterpapier ablaufen lassen. Je nach Röstung kann dies unterschiedlich lang dauern. Im Kühlschrank hält das fertige Konzentrat rund 2 Wochen lang.

Cold Brew Coffee und normaler Filterkaffee: Was ist der Unterschied?

Bei der Zubereitung von Filterkaffee wird heißes Wasser über das Pulver gegossen. Das aber entzieht dem Pulver in Minutenschnelle sein Koffein und darin enthaltene Aromastoffe. Das ist beim Cold Brew Coffee anders. Denn das kalte Wasser entnimmt dem Kaffeepulver nur langsam seine Inhaltsstoffe. Dadurch bleiben deutlich mehr Bitterstoffe im Pulver zurück – mit dem Resultat, dass der Cold Brew Coffee milder schmeckt und gesünder für den Magen sein soll.

Zutaten für Gin mit Cold Brew Coffee

  • 3,5 cl Gin
  • 5 cl Cold Brew Coffee
  • Tonic Water
  • Eiswürfel

Zubereitung für Gin mit Cold Brew Coffee

  • Ein schönes Glas mit Eiswürfeln füllen
  • Gin und Cold Brew Coffee in das Glas geben und mit Tonic Water nach Belieben auffüllen
  • Nach Lust und Laune mit einer Zitronenscheibe und Strohhalm dekorieren und genießen
Cold Brew Coffee plus Gin
Kalter Kaffee mit Gin sorgt für den nötigen Leistungskick | Quelle: pixabay

 

4. Gin mit Orangenaroma

Jetzt geht es an die Resteverwertung. Wer noch ein paar Orangen aus der kalten Winterzeit in seinem Obstkorb hat, kann sie nun gewinnbringend einsetzen. Sie finden mit diesem Gin-Cocktail nämlich ganz einfach die passende Verwendung. Tipp: Beim Genießen die Augen schließen und vom nächsten Urlaub träumen.

Zutaten

  • 3 cl Orangensaft
  • 1 ½ cl Gin
  • 1 Orangenscheibe
  • Frische Pfefferminze

Zubereitung

  • Orangen auspressen und nochmal durch ein Sieb ziehen, sodass keine Fruchtstücke mehr im Saft vorhanden sind. (Wer keine Orangen mehr hat, kauft frischgepressten Saft ohne Fruchtstücke im Supermarkt)
  • Einen Becher oder ein Sektglas mit Eiswürfeln füllen
  • Gin und Orangensaft dazugeben
  • Mit einer Scheibe Orange und einem Zweig Pfefferminze dekorieren
Restverwertung für Orangen aus der kalten Winterzeit.
Beim Genießen die Augen schließen und vom nächsten Urlaub träumen. | Quelle: pixabay

Fun Fact:

Die Bitterlimonade „Tonic Water“ erhielt ihren Namen aus der Zeit des Imperialismus. Tonic bedeutet im Deutschen so viel wie kräftigend oder stärkend und das Wasser zählte zur Standardausrüstung vieler europäischer Kolonialarmeen – und zwar noch bis ins 20. Jahrhundert. Der Chiningehalt war damals noch höher und wurde vor allem zur Malariaprohylaxe eingesetzt. Das Wasser musste deshalb regelmäßig getrunken werden, um der Tropenkrankheit vorzubeugen. Der Gin half, den bitteren Geschmack zu verfeinern.

Hier geht’s weiter: Gin-Ideen für den perfekten Grillabend

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